27.03.2017 Vogelgrippe: Stallpflicht für Hausgeflügel aufgehoben (Ausnahme Teile Wiens)

Seit November werden in großen Teilen Europas Ausbrüche von hochpathogener Vogelgrippe (Aviäre Influenza) vom Subtyp H5N8 berichtet. Auch in Österreich wurden Fälle vom Nationalen Referenzlabor der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) bestätigt. 

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der gefundene Virusstamm (H5N8) auf Menschen oder Haussäugetiere übertragen wird.

Aufgrund der zahlreichen Fälle bei Wildvögeln, wurde am 10.Jänner 2017  das gesamte Österreichische Staatsgebiet als „Zone mit erhöhtem Risiko“ definiert, um Hausgeflügelbestände vor einem Eintrag des Virus zu schützen. Für Geflügelhalter gelten seitdem erhöhte Biosicherheitsbestimmungen, unter anderem musste die Haltung von Geflügel im Freien bis auf weiteres untersagt werden.  

Da seit Anfang März sowohl international, als auch in Österreich eine wesentliche Verbesserung der Lage zu beobachten ist, wurde die Verpflichtung zur Stallhaltung mit 25. März 2017 aufgehoben. In Schutz- und Überwachungszonen, die nach Ausbrüchen von HPAI auf Betrieben einzurichten sind (derzeit nur Teile Wiens) gelten zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen – dies inkludiert auch die Verpflichtung zur Stallhaltung!

Ein Risiko der Übertragung des Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügelbestände kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, weshalb zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin in Kraft bleiben.     

Mehr dazu: Aktuelle Informationen zur Vogelgrippe (Schutz- und Überwachungszonen) in Österreich

Mehr dazu: Antworten auf die häufigsten Fragen (FAQ) zur "Stallpflicht" auf bmgf.gv.at

Mehr dazu: Allgemeine Informationen auf bmgf.gv.at