20.2.2017 Informationen zur Vogelgrippe-Situation in Österreich

Seit Anfang November werden in großen Teilen Europas Ausbrüche von  hochpathogener Vogelgrippe (Aviäre Influenza) vom Subtyp H5N8 berichtet. Auch in Österreich wurden Fälle vom Nationalen Referenzlabor der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) bestätigt. Im Wildvogelbestand wurden zahlreiche Fälle aus allen Bundesländern (Ausnahme Tirol) festgestellt. Auch in zwei österreichischen Geflügelbetrieben (Vorarlberg und Burgenland) wurden Ausbrüche bestätigt.

Zusätzlich war das österreichische Staatsgebiet von grenznahen Ausbrüchen in der Slowakei und Tschechien betroffen.

Da aufgrund der epidemiologischen Situation eine erhöhte Ansteckungsgefahr für Hausgeflügel zu befürchten ist, wurde das gesamte Österreichische Staatsgebiet als "Gebiete mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko" definiert

Damit gelten für alle Geflügelhalter – auch für nicht kommerzielle Kleinhaltungen! – die Maßnahmen gem. § 8 der Geflügelpest Verordnung. Eine Maßnahme ist u.a. die "Stallpflicht" für Geflügel. Das Ziel ist, eine Ansteckung des Hausgeflügels durch Wildvögel bestmöglich zu verhindern. Da der derzeitige Virustyp zahlreiche Sterbefälle in der Wildvogelpopulation verursacht, sollten TierhalterInnen im eigenen Interesse auf eine strikte Einhaltung achten!

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der gefundene Virusstamm (H5N8) auf Menschen oder Haussäugetiere übertragen wird.

Mehr dazu: Aktuelle Informationen zur Vogelgrippe (Schutz- und Überwachungszonen) in Österreich

Mehr dazu: Antworten auf die häufigsten Fragen (FAQ) zur "Stallpflicht" auf bmgf.gv.at

Mehr dazu: Allgemeine Informationen auf bmgf.gv.at