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Aviäre Influenza in Österreich und Europa Vogelgrippe

Im Herbst 2016 wurde nach 2015 erneut das hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) Virus vom Subtyp H5N8 in Europa nachgewiesen. Als erstes europäisches Land meldete Ungarn am 28.10.2016 die Isolierung von HPAI Subtyp H5N8 in einem tot aufgefundenen Höckerschwan. In den Wintermonaten wurden zahlreiche Ausbrüche von H5N8 in fast allen Mitgliedsstaaten gemeldet, auch Österreich war sowohl bei Wildvögeln als auch im Hausgeflügelbestand betroffen. Deshalb wurde im Jänner 2017 eine Verpflichtung zur Stallhaltung ausgesprochen.

Lage in Österreich und der EU 

Aktueller Stand der Ausbreitung in Europa - Auswertung der ADNS-Meldungen von 1.7.2016 bis 25.6.2017
Current state of spread within Europe - Analysis of ADNS data from 1.7.2016 to 25.6.2017

Da seit Mai 2017 sowohl international als auch in Österreich eine wesentliche Verbesserung der AI-Lage zu beobachten ist, werden die Pflichten von GeflügelhalterInnen gemäß der „Kundmachung über amtlich angeordnete Biosicherheitsmaßnahmen zur Hintanhaltung der Geflügelpest 2017“ per 30.05.2017 mit AVN 2017/5 aufgehoben.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Vogelgrippe vom Subtyp H5N8 auf Menschen und Haussäugetiere übertragen wird. Nach einer Mitteilung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung vom 10.11.2016 ist eine Virusübertragung durch den Verzehr von Geflügelfleisch unwahrscheinlich.

Situation in Österreich

Anfang November 2016 wurde in Österreich erstmals totes Wassergeflügel  wie Reiherenten, Tafelenten etc., im Bodensee-Gebiet (Vorarlberg) gefunden. Untersuchungen des Nationalen Referenzlabors der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bestätigten, dass es sich um den für die Tiere hochpathogenen Typus H5N8 der Geflügelpest handelt.

Seit November 2016 sind zahlreiche weitere Fälle bei Wildvögeln in allen Bundesländern - mit Ausnahme von Tirol - nachgewiesen worden.

Karte der H5 HPAI positiven Wildvögel Karte der H5 HPAI positiven Wildvögel, Stichtag 03.05.2017 (Quelle: AGES) Bild vergrößern

Auch in Hausgeflügelbeständen (Vorarlberg, Burgenland) sind Fälle aufgetreten. Zusätzlich war Österreich von mehreren grenznahen Ausbrüchen in der Slowakischen und der Tschechischen Republik betroffen. Mittlerweile konnten sämtliche Betriebssperren sowie die um die betroffenen Betriebe eingerichteten Schutz- und Überwachungszonen wieder aufgehoben werden. 

Aviäre Influenza
AGES/Vogelgrippe
EFSA-Risikobewertung zu H5N8 (engl.)
Land Salzburg
Land Oberösterreich

(30.05.2017)

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