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Rinderbrucellose

Am 21. Juni 2018 wurde ein Verdacht auf das Vorliegen der Rinderbrucellose in Oberösterreich (Bezirk Rohrbach) gemeldet, der sich am 25. Juni 2018 durch Untersuchungsergebnisse der AGES bestätigte. Im Zuge der epidemiologischen Abklärung wurden bisher auf 1.327 Betrieben Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden am 16. Juli 2018 aufgrund von Voruntersuchungen in der Tankmilch vier Verdachtsbetriebe identifiziert. Diese Betriebe wurden behördlich gesperrt und alle erforderlichen Sofortmaßnahmen getroffen. Die weitreichenden Untersuchungen an oberösterreichischen Milchbetrieben werden von den lokalen Behörden weiter intensiv fortgeführt.

Die Brucellose ist eine Zoonose, d.h. sie ist auch auf Menschen übertragbar. Der Erreger wird von infizierten Tieren besonders bei Geburten ausgeschieden, wodurch sich auch Menschen im direkten Umfeld des ursprünglichen Ausbruchsbetriebes infiziert haben dürften. Zumeist verläuft die Infektion beim Menschen ohne Krankheitssymptome, selten entwickelt sich ein fieberhaftes, grippeähnliches Krankheitsbild. Im aktuellen Fall lieferten Blutuntersuchungen bei vier Personen ein positives Antikörperergebnis, davon erkrankten zwei Menschen (zeigten Symptome).    

Auch durch den Genuss von Rohmilch können sich Menschen infizieren, durch Pasteurisierung der Milch wird der Erreger zuverlässig abgetötet. Die betroffenen Milchviehbetriebe sind aktuell hinsichtlich Milchabgabe und Tierverkehr gesperrt.

In Österreich sind die Rinderpopulation seit 1999 sowie die Schaf- und Ziegenpopulation seit 2001 amtlich anerkannt frei von diesem Erreger. Es wird ein jährliches Überwachungsprogramm durchgeführt. Die Bekämpfung dieser Tierkrankheit im derzeitigen Fall konzentriert sich auf die Erkennung, Isolierung und Ausmerzung der infizierten Tiere sowie auf die Kontrolle des Tierverkehrs, um die Verbreitung des Erregers zu vermeiden.

(Stand 17.07.2018 - 17:16 Uhr)

  

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Tierseuchenüberwachung