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FAQ Afrikanische Schweinepest

Was ist Afrikanische Schweinepest? 

Afrikanische Schweinepest (ASP) oder African Swine Fever (ASF) ist eine ansteckende, anzeigepflichtige und zumeist tödlich verlaufende Erkrankung der Haus- und Wildschweine.

Was mache ich, wenn ich ein totes oder krankes Wildschwein finde?

Wenn Sie ein krankes oder totes Wildschwein finden, verständigen Sie die Amtstierärztin/den Amtstierarzt.Diese treffen die notwendigen Maßnahmen.

Besteht eine Gefahr für Menschen durch ASP?

ASP ist für Menschen nicht gefährlich. Der Mensch kann sich mit dieser Krankheit nicht anstecken.

Besteht eine Gefahr durch den Verzehr und die Zubereitung von Wildschweinefleisch oder Wildschweinefleischprodukten (z.B. Wurst)?

Es dürfen nur gesund erlegte Tiere in den Handel gelangen. Aber auch der versehentliche Verzehr von Wildschweinefleisch (mit ASP) bedeutet keine Gefahr für Menschen.

Abfallprodukte von Wildschweinen können aber für Schweine gefährlich werden. Blut und Körperausscheidungen bleiben unter Umständen wochenlang ansteckend.In gekühlten und gefrorenem Muskelfleisch und in Knochen und in Wurst kann das Virus monatelang weiter leben.

Welche Tiere sind gefährdet?

ASP ist ansteckend für Haus und Wildschweine. Hund, Katze Pferd, Rind, Schaf usw. sind nicht gefährdet.

Wie könne sich Schweine anstecken?

Schweine stecken sich durch direkten Kontakt mit kranken Schweinen an. Das Virus wird über alle Körperflüssigkeiten ausgeschieden. Eine Übertragung erfolgt auch indirekt über Lebensmittel die aus dem Fleisch infizierter Schweine hergestellt wurden, sowie über verunreinigte Schuhe, Kleidung, Werkzeuge, Behältnisse, Fahrzeuge oder Hunde (diese erkranken selbst nicht).

Welche Gefahr besteht für Hausschweine?

ASP in Hausschweinen verursacht schwere Erkrankungen und hat eine hohe Todesrate. Der wirtschaftliche Schaden durch einen Krankheitsausbruch ist für den Betrieb und für den Handel in Österreich sehr groß.

Wer zahlt mir den Aufwand / Schaden / Wildschweinfleisch…?

Eine gewisse finanzielle Unterstützung ist nur für Tierseuchenausbrüche in Nutztierbeständen vorgesehen.

Gibt es eine Behandlung oder Impfung?

Derzeit gibt es keine heilende Behandlung oder Schutzimpfung gegen ASP. Die Behandlung ist verboten.

Warum ist die Behandlung ASF-kranker Tiere verboten?

Die Behandlung der ASP ist aussichtslos und würde die Qual nur verlängern. Durch an ASP erkrankte Tiere können auch gesunde Schweine angesteckt werden, was das Leid vergrößern würde.

Wo finde ich weitere Informationen zu ASP?

Genauere Informationen gibt es auf der Webseite der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES und des BMGF

Wie erfolgt die Probenahme?

Die Probenahme wird durch die Amtstierärztin/den Amtstierarzt veranlasst. Das Tier soll nicht geöffnet werden. Es sind Tupferproben (Wundtupfer, Bluttupfer, Nasentupfer) an das Labor der AGES Mödling zu schicken (unter Berücksichtigung der Verpackungsvorschrift UN3373).

Der Kadaver muss seuchensicher entsorgt werden (Tierkörperverwertung, TKV).

Wo können Tupfer nachbestellt werden?

Tupfer für den amtlichen Bedarf werden von der AGES Mödling zur Verfügung gestellt.

Wie erfolgt das Desinfizieren?

Die Probennehmer/Probenehmerinnen desinfizieren die Probenverpackung äußerlich mit einem herkömmlichen Desinfektionsmittel.

Wohin werden Proben geschickt?

Die Amtstierärztin/der Amtstierarzt veranlassen die Einsendung von Proben an die AGES Mödling, Robert Koch Gasse 17, 2340 Mödling.

Gibt es ein Antragformular?

Gibt gibt kein spezielles Antragsformular. Die amtliche Beauftragung erfolgt über das "Verbrauchergesundheits-Informations-System" (VIS) durch die Behörde.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Untersuchung dauert je nach Probenart 1-5 Arbeitstage.

Wie hoch sind die Untersuchungskosten?

Amtliche Einsendungen werden nicht verrechnet. Privatuntersuchungen kosten 39,70 Euro exkl. MwSt pro PCR -Untersuchung von einer Probe.

(12.7.2017)