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Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) informiert über die Bereiche Lebensmittel- und Verbraucherschutz sowie Tiergesundheit und Tierschutz.

Die Kommunikationsplattform VerbraucherInnengesundheit ist ein Serviceangebot des BMSGPK und richtet sich gezielt an 

  • Mitarbeiter:innen von Behörden
  • Veterinärmediziner:innen
  • Unternehmen im Bereich Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität
  • den Tierhandel und Tierprodukthandel
  • Personen die im Bereich Tiergesundheit und Tierschutz tätig sind

Seit Mai 2020 wird diese Seite auch für den Öffentlichen Gesundheitsbereich im BMSGPK genutzt und die betroffenen Behörden und Organisationen (Bund, Länder, BVB, AGES, GÖG etc.) erhalten Zugriff auf die geschützten Inhalte. Weitere Informationen

Topthemen

Veranstaltungshinweis: Internationales Treffen zum Thema "One Health" in Wien

Im Jahr ihres 100 jährigen Bestehens der „World Organisation for Animal Health (WOAH)“ wurde im Juni 2024 gemeinsam mit der WHO, der FAO und der UNEP und mit Unterstützung des Veterinärbereichs des BMSGPK und der AGES ein wichtiges Quadriparteit-Treffen des europäischen Raums an der Veterinärmedizinischen Universität Wien abgehalten. Das Treffen in Wien wurde von Sektionsleiter Dr. Ulrich Herzog eröffnet, er wurde kürzlich erneut zum 1. Vizepräsident der Regionalkommission der Region Europa gewählt. Gleichzeitig war dies die letzte öffentliche Veranstaltung von WOAH Generaldirektorin Dr. Monique Eloit, welche mit 1. August 2024 das Amt an Dr. Emanuell Souberyran übergibt. 

Diese Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Konferenzen und Workshops, die weltweit organisiert werden, um die Wichtigkeit des „One-Health“-Ansatzes hervorzuheben und die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen zu fördern. Die enge Verbindung zwischen tierischer, menschlicher und ökologischer Gesundheit wird angesichts der globalen Herausforderungen durch zoonotische Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden sowie durch den Treiber der globalen Klimaveränderung immer deutlicher. 

Bei der Konferenz in Wien sind Vertreter:innen der Sektoren öffentliche Gesundheit, Tiergesundheit und Umweltgesundheit aus 53 Ländern in Europa und Zentralasien zusammengekommen um aktuelle Herausforderungen und Fortschritte zu diskutieren. mehr

Tierseuchen

Geflügelpestsituation in Österreich

Da sich die Situation der Geflügelpest in Österreich, sowie in Europa in den letzten Wochen zunehmend entspannt hat, treten mit 04.06.2024 Änderungen der Risikogebiete in Kraft. Die bis zu diesem Zeitpunkt ausgewiesenen „Gebiete mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko“ werden auf Basis regelmäßiger Evaluierungen der Risikosituation aufgehoben. Aufgrund der stetig wärmer werdenden Temperaturen und den rückläufigen Fallzahlen im Wildtierbestand ist bei gleichbleibenden Verhältnissen nicht von einem hohen Risiko des Eintrages der Geflügelpest in einen Betrieb auszugehen. Details zu den Änderungen sind der Novelle der Geflügelpest-Verordnung zu entnehmen.

Nach wie vor sind jedoch österreichweit tot aufgefundene Wasser- und Greifvögel bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden und jeder Verdacht bei gehaltenen Vögel muss der Amtstierärztin oder dem Amtstierarzt gemeldet werden Weitere Informationen

Newcastle Disease in Österreich

Die NCD tritt derzeit in Österreich vermehrt bei Wildtauben auf. Zuletzt wurde das NCD-Virus bei Wildtauben im Burgenland, in Tirol und Niederösterreich nachgewiesen. Das Virus kann durch den Kontakt zwischen Wildvögeln (Tauben) und gehaltenen Vögeln in Vogelhaltungen eingeschleppt werden. Während des Freiflugs von gehaltenen Tauben kann es zum Kontakt mit Wildvögeln (Wildtauben), zur Übertragung des NCD-Virus in den gehaltenen Taubenbestand und zur Auslösung der atypischen Geflügelpest kommen. Wirksame prophylaktische Impfungen gegen NCD stehen in Österreich für Heimvögel und Geflügel zur Verfügung und werden bei Hühnern, Puten und Tauben (Brief- und Zuchttauben) durchgeführt. In Einzelfällen können diese Viren auch auf den Menschen (meist Vogelhalter) übertragen werden (Zoonose).

Es ist daher für alle Tierhalter:innen wichtig, sich und Ihre Vögel zu schützen!

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Afrikanische Schweinepest

In den vergangenen Wochen hat sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter ausgebreitet. Am 5. September 2023 wurde ein totes Wildschwein in der Gemeinde Fagersta in Schweden gefunden, welches tags darauf positiv auf Afrikanische Schweinepest getestet wurde. Schweden hat eine infizierte Zone um den Fundort errichtet. Weitere positiv getestete Wildschweine wurden mittlerweile gemeldet. Mit Schweden ist das 24. europäische Land von der die Afrikanische Schweinepest betroffen. Das aktuelle Geschehen in mehreren Ländern des Balkans ist besonders in Hinblick auf die Urlaubssaison und den intensiven Personenverkehr für Österreich besorgniserregend. Auch die Situation in den direkten Nachbarländern (DE, SK, HU, IT) bleibt unverändert angespannt, da regelmäßig Ausbrüche von ASP bei Wildschweinen gemeldet werden. Sollten Sie in Österreich ein totes Wildschwein (auch Unfallwild) auffinden, bitte melden Sie dieses der örtlich zuständigen Behörde! Einen umfassenden Überblick der Tierseuchenlage in Europa und die Risikoeinschätzung für Österreich liefert der monatlich aktualisierte Tierseuchenradar

Es wird eindringlich von einer Mitnahme von Schweine- oder Wildschweinefleisch und von diesen Tieren stammenden Produkten aus betroffenen Gebieten (Polen, Kroatien, Litauen, Lettland, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Rumänien, Griechenland und Italien) gewarnt. Produkte aus privater Erzeugung, die nicht einer amtlichen Kontrolle im Herkunftsland unterzogen wurden, stellen ein großes Risiko für die österreichische Tierpopulation dar! Das ASP-Virus ist extrem lange in der Umwelt überlebensfähig, vor allem in Blut, Fleischprodukten und Kadavern. Weitere Informationen.

Lebensmittel

Lebensmittel - Verordnung über Angaben der Herkunft von Zutaten in Speisen, die in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung abgegeben werden

Die vorliegende Verordnung dient im Wesentlichen dazu, dass in der Gemeinschaftsverpflegung (Großküchen) die Verbraucher:innen über die Herkunft von Rind-, Schweine-, Schaf-, Ziegen-, Geflügel- oder Wildfleisch, Milch und Ei in Speisen informiert werden. Zudem werden alle Anbieter:innen von Gemeinschaftsverpflegung (wie Restaurants) im Fall einer freiwilligen Auslobung der Herkunft dazu verpflichtet, die entsprechenden Nachweise für die Richtigkeit der Angabe zu führen. Weitere Informationen.

Land schafft Leben PODCAST mit SL Dr. Ulrich Herzog mit Informationen zur Verordnung

Seit 1. September 2023 gilt für Kantinen und Großküchen, etwa in Krankenhäusern, Schulen oder Betrieben, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Hier muss nun angegeben werden, woher Fleisch, Milch und Eier in den angebotenen Speisen kommen. Aber wie funktioniert das eigentlich genau – und wie kann so eine Herkunftskennzeichnung in der Praxis aussehen? Diese und viele andere Fragen beantwortet Ulrich Herzog, der Leiter der Sektion Konsumentenpolitik und Verbrauchergesundheit im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz im Gespräch mit Hannes Royer. Der gelernte Tierarzt erzählt von den Anfängen der Herkunftskennzeichnung zur Zeit des BSE-Skandals, warum es noch keine Kennzeichnungspflicht für die Gastronomie gibt und woran hier auf EU-Ebene gerade gearbeitet wird: „Ein nachhaltiges Lebensmittelsystem hat soziale Nachhaltigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu umfassen. Und das geht weit über die reine Herkunft hinaus.“ Für Hannes Royer und seinen Gast ist klar: Transparenz auf Österreichs Tellern ist wichtig, denn nur so können sich die Konsument:innen auch aktiv für gewisse Produktionsbedingungen entscheiden.