Unregelmäßigkeiten bei einem Tiertransport (Hunde und Katzen) aus der Ukraine
Bei der Kontrolle eines kürzlich angehaltenen Tiertransports aus der Ukraine wurden bei den Begleitunterlagen der mitgeführten Hunde und Katzen erhebliche Unregelmäßigkeiten festgestellt. Nach derzeitigem Kenntnisstand konnte ein gültiger Tollwutschutz bei den betroffenen Tieren nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Der Transport erfolgte den vorliegenden Angaben zufolge im Auftrag einer Tierschutzorganisation.
Der Vorfall ist aus Sicht des Tier- und Gesundheitsschutzes ernst zu nehmen. Tollwut ist eine nahezu ausnahmslos tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die auf Tiere und Menschen übertragen werden kann. Gerade bei Tieren aus Regionen mit erhöhtem Tollwutrisiko müssen Kennzeichnung, Impfung, Wartefristen, erforderliche Untersuchungen und amtliche Begleitdokumente vollständig und überprüfbar sein.
Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass die Tollwutgefahr in den ukrainischen Frontregionen zugenommen hat. Der Krieg hat dort zu einer größeren Zahl streunender Tiere, häufigeren Kontakten mit Wildtieren und niedrigeren Impfquoten geführt. Präventions- und Impfmaßnahmen können in umkämpften Gebieten teilweise nur eingeschränkt durchgeführt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Tollwut - Seite und im Artikel Gut gemeint reicht nicht: Tierschutz, Tollwut und die Verantwortung bei Tiervermittlungen