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Tiergesundheitsdienst

In Österreich ist in jedem Bundesland (ausgenommen Wien) ein Tiergesundheitsdienst (TGD) eingerichtet und vom jeweiligen Landeshauptmann oder Landeshauptfrau anerkannt. Ziel der TGDs, in denen Tierärztinnen und -ärzte sowie tierhaltende Landwirte und Landwirtinnen vertreten sind, ist die Beratung landwirtschaftlicher TierhalterInnen und die Betreuung von Tierbeständen, zur Minimierung des Einsatzes von Tierarzneimitteln und der haltungsbedingten Beeinträchtigungen bei der tierischen Erzeugung.

Derzeit sind ca. 90 % des österreichischen Schweinebestandes, 65 % des österreichischen Rinderbestandes sowie 98 % des Geflügelbestandes im TGD erfasst. Geflügel produzierende Betriebe sind in einem österreichweit tätigen, anerkannten Geflügelgesundheitsdienst (QGV) organisiert. Diese Tiergesundheitsdienste sind nach den Vorschriften der Tiergesundheitsdienst-Verordnung 2009 (TGD-VO 2009), BGBl II Nr. 434/2009, für ganz Österreich nach genau festgelegten Vorschriften einheitlich geregelt. Darüber hinaus werden ergänzende Bestimmungen und Arbeitsprogramme im Beirat "Tiergesundheitsdienst Österreich" unter der Vorsitzführung des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen beraten und zur amtlichen Veröffentlichung empfohlen.

TierhalterInnen von Rindern, Schweinen aber auch Schafen, Ziegen, Geflügel, Fischen, Bienen oder Wild, die mit dem TGD des betreffenden Bundeslandes einen Teilnahmevertrag abgeschlossen haben, werden durch vertraglich an die Vorschriften des jeweiligen Tiergesundheitsdienstes gebundene Tierärztinnen und Tierärzte im Rahmen dieses Tiergesundheitsdienstes beraten und in einem besonderen Rahmen tierärztlich unterstützt.

Mehrmals im Jahr (je nach Größe des Betriebes) führt der Tierarzt dokumentierte Betriebsbesuche durch, wobei die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere die Arzneimitteldokumentation und Arzneimittelanwendung, Tierschutzbestimmungen, der Tiergesundheitsstatus sowie Hygiene und Fütterung erfasst und kontrolliert werden. Gemäß § 17 der Tiergesundheitsdienst-Verordnung 2009 werden die Betriebe im Rahmen von internen und externen Kontrollen überprüft. Die externen Kontrollen erfolgen jährlich von akkreditierten Firmen stichprobenartig nach einem risikobasierten Stichprobenplan. Ebenso finden jährlich interne Kontrollen durch die Geschäftsführer der Anerkannten Tiergesundheitsdienste statt. Zusätzliche behördliche Kontrollen der landwirtschaftlichen TGD-Betriebe und TGD-Tierärztinnen und -ärzte werden nach den gesetzlichen Vorschriften (Tierarzneimittelkontrollgesetz BGBl I Nr. 28/2002 idgF) entweder von der Landeshauptfrau bzw. Landeshauptmann oder von der Bezirksverwaltungsbehörde durchgeführt.

Als Serviceleistung finden Sie hier darüber hinaus eine englische Fassung der TGD-Verordnung 2009. Im Streitfall gilt die deutsche Fassung.

TGD-VO 2009 englisch
Anlagen zur TGD-VO 2009 englisch

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Arzneispezialitätenregister

(13.06.2017)