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Geflügelpest (Vogelgrippe)

Aviäre Influenza (AI), Hoch Pathogene Aviäre Influenza / high pathogen avian influenza (HPAI), Niedrig Pathogene Aviäre Influenza (NPAI) / low pathogen avian influenza (LPAI). Betrifft Geflügel.

Aktuelles zur Aviäre Influenza (AI)

Situation in Österreich

Die letzten Seuchenausbrüche in Österreich waren in den Jahren 2016 und 2017. Seit April 2017 ist in Österreich kein Fall von Geflügelpest aufgetreten, weder bei Haus- noch bei Wildvögeln. Aufgrund aktueller grenznaher Ausbrüche wird Geflügelhaltern erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen. Vom derzeit in Europa zirkulierenden Virustyp (H5N8) geht keine Gefahr für den Menschen und andere Tiere aus.

Situation in Europa

Über das EU-Meldesystem werden seit Dezember 2019 Ausbrüche in Polen, Slowakei und Ungarn gemeldet. Betroffen sind vor allem Truthahnbetriebe. Es handelt sich um den Virusstamm H5N8, eine hochpathogene Form der Geflügelpest. Aktuell ist die Kranheit noch ca. 75 km von der österreichischen Staatsgrenze entfernt.

Aktuelle Tiergesundheitsberichte (Statistiken über Ausbrüche) auf Basis der internationalen Tierseuchenmeldungen ADNS (Animal Disease Notification System der EU) finden Sie wöchentlich aktualisiert hier.


Was ist die Aviäre Influenza (Klassische Geflügelpest)

Die Klassische Geflügelpest (Vogelgrippe, Aviäre Influenza) ist eine akute, hochansteckende, fieberhaft verlaufende Viruserkrankung der Vögel. Hochempfänglich für den Virus sind Hühner, Puten und zahlreiche wildlebende Vogelarten. Enten, Gänse und Tauben erkranken entweder kaum oder zeigen keine Symptome, sind aber für die Erregerverbreitung von Bedeutung. Nähere Informationen zur Krankheit siehe AGES.

Symptome bei Geflügel

Geflügelhalter sollten derzeit bei folgenden Symptomen auch an die Aviäre Influenza denken:

  • Massenerkrankung
  • hohe Sterblichkeit bei Hühnervögeln
  • schwere respiratorische Symptome
  • grünlich wässriger Durchfall
  • Blutungen an Innenorganen
  • Kammspitzen und Ständern
  • nekrotische Entzündungen des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) 
  • Tracheitis (Entzündung der Luftröhre)
  • Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung)
  • Ödeme im Kopfbereich
  • ausgeprägter Rückgang der Legeleistung
  • Mattigkeit
  • Fieber

Um bei diesen Symptomen Geflügelpest ausschließen zu können, ist die lokal zuständige Veterinärbehörde zu informieren. 

Präventionsmaßnahmen

  • Untersuchung verendet aufgefundener Greif- und Wasservögel auf den Erreger der Geflügelpest
  • Anzeigepflicht von Verdachtsfällen bei Hausgeflügel. Jeder Verdacht muss der Amtstierärztin oder dem Amtstierarzt gemeldet werden. 
  • aktives Überwachungsprogramm zur Früherkennung allfälliger Ausbrüche
  • Erhöhung von Biosicherheitsmaßnahmen auf Betrieben

Die gesetzlichen Grundlagen der Bekämpfung sind:

  • Geflügelpest-Verordnung BGBl II 2007/309, zuletzt geändert durch BGBl II 2017/84
  • HPAI-Wildvogel-Geflügelpestverordnung, BGBl II 2006/404

behördliche Maßnahmen im Seuchenfall

Maßnahmen gemäß Richtlinie des Rates 2005/94/EG mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza:

  • Sperre des betroffenen Betriebes
  • Keulung aller empfänglichen Tiere im Seuchenbetrieb
  • Etablierung einer Schutzzone (Mindestradius 3 km um den Seuchenbetrieb) und einer Überwachungszone (Mindestradius 10 km um den Seuchenbetrieb) und Untersuchung aller geflügelhaltenden Betriebe in den Zonen
  • Unschädliche Beseitigung der Tierkadaver
  • Handelsrestriktionen


Weitere Informationen 

Krisenplan zur Bekämpfung der Geflügelpest (Login erforderlich)
Information - Geflügelpest in privaten Haltungen Stand: Jänner 2020
Informationen der AGES zu Geflügelpest 
World Organisation of Animal Health OIE
Erhebungen über das Vorkommen von Influenza-Viren in Hausgeflügel- und Wildvogelbeständen in Österreich im Jahr 2016

(zuletzt aktualisiert 21.01.2020)