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Freiheit von Tierseuchen

Die Sicherung der Gesundheit von lebensmittelliefernden Tieren ist die Grundvoraussetzung für die Produktion hochwertiger Produkte und wird durch gezielte Überwachungs- und Bekämpfungsprogramme erreicht. In Österreich wird die Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung auf Basis des EU-Rechts, der Empfehlungen des Internationalen Tierseuchenamtes und der nationalen Rechtsgrundlagen geregelt. Die erfolgreiche Durchführung erfordert die Kooperation des Bundes mit den Ländern sowie die Unterstützung der veterinärmedizinischen Untersuchungsstellen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Durch statistisch gesicherte Probenauswahl wird eine flächendeckende jährliche Überprüfung des Tiergesundheitsstatus mittels Überwachungsprogrammen garantiert.

Österreich ist frei von folgenden hochkontagiösen Tierseuchen:

  • Maul- und Klauenseuche
  • Stomatitis vesicularis
  • Vesikuläre Virusseuche der Schweine
  • Rinderpest
  • Pest der Kleinen Wiederkäuer
  • Lungenseuche der Rinder
  • Lumpy skin disease
  • Rift Valley Fieber
  • Pockenseuche der Schafe und Ziegen
  • Afrikanische Schweinepest
  • Klassische Schweinepest  
  • Afrikanische Pferdepest

Übersicht Tierkrankheiten und -seuchen

Amtliche Freiheiten, Zusatzgarantien & Gesundheitsstatus

Gemäß unterschiedlicher Rechtsvorschriften der EU (Richtlinie 64/432/EWG, Richtlinie 91/68/EWG, Verordnung (EG) Nr. 999/2001) ist es den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft möglich, nach entsprechender Prüfung für bestimmte Tierseuchen den Status „amtlich frei" bzw. „Zusatzgarantien" anerkannt zu bekommen.

Die Aufrechterhaltung der amtlichen Freiheiten und Zusatzgarantien ist von den betreffenden Ländern gegenüber der EU anhand der Ergebnisse der regelmäßig durchzuführenden Überwachungsprogramme jährlich erneut zu begründen.

Die amtlichen Freiheiten und Zusatzgarantien ermöglichen unter Wahrung der Kontrolle und der Sicherung der Tiergesundheit einen erleichterten Tierverkehr innerhalb Österreichs sowie innerhalb der Europäischen Gemeinschaft und verschafft Vorteile im Rahmen des Exports heimischer Tiere und daraus hergestellter Produkte.

Diese bedeuten auch einen Schutz der heimischen Tierbestände durch amtliche Bestätigung der Freiheit von der jeweiligen Tierseuche bei Einbringung von Tieren aus anderen Ländern nach Österreich (Zusatzgarantie).

Nähere Details unter Innergemeinschaftlicher Handel lebender Tiere

Österreich ist amtlich frei von:

  • Rinderbrucellose gemäß Entscheidung der Kommission 2003/467/EG vom 23. Juni 2003
  • Rinderleukose gemäß Entscheidung der Kommission 2003/467/EG vom 23. Juni 2003
  • Rindertuberkulose gemäß Entscheidung der Kommission 2003/467/EG vom 23. Juni 2003
  • Brucella melitensis gemäß Entscheidung der Kommission 93/52/EG vom 21.Dezember 1992
  • Infektiöse bovine Rhinotracheitis (IBR) gemäß Entscheidung der Kommission 2004/558/EG vom 15. Juli 2004 sowie
  • Aujeszky-Krankheit gemäß Entscheidung der Kommission 2008/185/EG vom 21. Februar 2008 und die Impfung ist verboten.

Österreich hat Zusatzgarantien für:

  • IBR/IPV gemäß Entscheidung der Kommission 2004/558/EG vom 15. Juli 2004
  • Aujeszky-Krankheit gemäß Entscheidung der Kommission 2008/185/EG vom 21. Februar 2008

Gesundheitsstatus:

  • Rinder: Österreich hat im Mai 2012 den Status "vernachlässigbares BSE-Risiko" von der OIE zuerkannt bekommen, welcher auch von der EU übernommen worden ist (Durchführungsbeschluss der Kommission Nr. 2012/489/EU vom 24 August 2012).

  • Schafe und Ziegen: Mit Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nr. 1148/2014 der Kommission vom 28. Oktober 2014, hat Österreich den Status "vernachlässigbares Risiko für die klassische Scrapie" erhalten.


Weitere Informationen:

Liste Krankheitserreger AGES
Internationales Tierseuchenamt/World Organisation of Animal Health (OIE)

(7.9.2016)