Varroose

Varroamilbe. Betrifft Bienen.

Betrifft Bienen

Die Varroose ist eine Krankheit der Bienen, die dann anzeigepflichtig wird, wenn sie seuchenhaft auftritt, d.h. bei drohendem oder erfolgtem Absterben von mindestens 30 % der Völker eines Bienenstandes.

Erreger: Milben

Braungefärbte, querovale Milbe (Varroa destructor), die ca. 1,3 mm lang und 1,7 mm breit ist. Milbenweibchen sitzen auf adulten Bienen und ernähren sich von Haemolymphe (Blutflüssigkeit). Zur Eiablage dringen die Milben in die deckelungsreifen Brutzellen ein. Sie saugen das Blut von Streckmade, Vorpuppe und Puppe und legen dort ihre Eier ab. Die Milbenlarven ernähren sich ebenfalls von der Bienenbrut und entwickeln sich dort zu adulten Milben. Die Männchen sterben nach erfolgter Begattung, die Milbenweibchen schlüpfen mit der befallenen Biene aus, wechseln auf andere Bienen über und begeben sich nach einigen Tagen zur Eiablage wieder in eine deckelungsreife Brutzelle.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt von Volk zu Volk durch Räuberei, Verfliegen von Drohnen und Arbeiterinnen, wilde Schwärme und Imkerinnen oder Imkern. Infektion der Bienen durch adulte Milben. Eiablage bevorzugt in gedeckelter Drohnenbrut.

Symptome

Die Drohnenbrut wird bevorzugt befallen. Bei Kontrolle der gedeckelten Brut fallen Milben in verschiedenen Entwicklungsstadien auf. Die während ihrer Entwicklung befallenen Drohnen sind oft missgebildet. Solche Jungbienen sterben frühzeitig und tragen zu einer reduzierten Volksstärke bei. Adulte Bienen werden durch den Entzug von Haemolymphe geschwächt. Sie werden unruhig, pflegen die Brut schlecht und scheinen in ihrem Ausflugs- und Sammelverhalten gestört zu sein. Auf den Bienen parasitierende Milben sind schlecht zu sehen, treten aber bei hochgradigem Befall hinter den Rücken- und Bauchschuppen hervor. Die Anfälligkeit auf Sekundärkrankheiten steigt bei erkrankten Völkern.

Diagnose

Verdacht bei verkrüppelten Jungbienen und Drohnen mit zwerghaftem Wuchs, verkürztem Hinterleib und Flügelmissbildungen, im Winter unruhige Bienenvölkern mit Ruhrerscheinungen, erhöhter Tendenz zu Sekundärkrankheiten. Wichtig ist die Kontrolle der gedeckelten Brut: Milbenkot bildet an den Zellwänden weiße Punkte und Flecken. Verdacht durch Erregernachweis bestätigen.

Jeder Verdacht auf Varroose ist der Amtstierärztin oder dem Amtstierarzt zu melden.

Untersuchungsmaterial: Wintergemüll, Wabenproben

Verbreitung

Weltweites Vorkommen

Weitere Informationen

Informationen der AGES zur Varroamilbe
www.oie.int
www.aca.at
www.imkerbund.at