Equine Influenza

Hier finden Sie Empfehlungen zum Umgang mit den aktuell (April 2026) vermehrt auftretenden Fällen von equiner Influenza.

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Vermehrtes Auftreten von Equiner Influenza („Pferdegrippe“) in Österreich

Im April 2026 werden aus mehreren Bundesländern vermehrt über Fälle von Equiner Influenza („Pferdegrippe“) berichtet.

Dabei handelt es sich um eine hochansteckende virale Atemwegserkrankung, die sich rasch innerhalb von Pferdebeständen ausbreiten kann.

Typische Symptome sind:

  • hohes Fieber
  • starker Husten
  • Nasenausfluss
  • geschwollene Lymphknoten
  • reduzierte Leistungsfähigkeit

Die Übertragung erfolgt vor allem über virushaltige Tröpfchen aus der Atemluft infizierter Tiere sowie über direkten Kontakt zwischen Pferden oder indirekt über Personen, Ausrüstung und Transportmittel.

In Zusammenhang mit aktuellen Erkrankungsfällen wurden bereits einzelne Pferdeveranstaltungen vorsorglich abgesagt bzw. eingeschränkt, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.

Hierzu finden Sie auch eine aktuelle Meldung von Pferd Austria.

Biosicherheitsmaßnahmen sind derzeit besonders wichtig

Neben einem aktuellen Impfschutz sind konsequente Biosicherheitsmaßnahmen eine zentrale Maßnahme zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung.

Es wird empfohlen:

Quarantäne

  • Neuzugänge mindestens 2–3 Wochen getrennt halten

Hygiene

  • kranke Tiere sofort isolieren
  • Ausrüstung regelmäßig reinigen und desinfizieren
  • getrennte Stallkleidung verwenden
  • Futter- und Tränkeeinrichtungen sauber halten

Kontaktreduktion

  • Pferdebewegungen möglichst einschränken
  • Kontakte zwischen Beständen minimieren (Mensch und Tier)
  • Teilnahme an Veranstaltungen nur mit klinisch gesunden Pferden

Insbesondere bei erhöhter regionaler Aktivität der Erkrankung sollte das Abhalten von Veranstaltungen und die Teilnahme sorgfältig abgewogen werden.

Verhalten bei Krankheitsverdacht

Kranke oder krankheitsverdächtige Tiere sind unverzüglich zu isolieren und dürfen nicht transportiert werden (ausgenommen Transport in eine Tierklinik). Weitere Informationen zum Tiertransportrecht finden Sie hier: Tiertransportrecht - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

Vor jedem Transport wird empfohlen:

  • Körpertemperatur messen (Normalbereich: ca. 37,5–38,0 °C)
  • auf Husten oder Nasenausfluss achten

Bei Verdacht auf eine Erkrankung ist umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt zu kontaktieren.

Gerade während der Decksaison ist besonders darauf zu achten, dass ausschließlich klinisch gesunde Stuten zu Hengststationen verbracht werden.

Empfehlungen für Veranstalter:innen von Pferdeveranstaltungen

Aufgrund des aktuell vermehrten Auftretens von Equiner Influenza wird Veranstalter:innen von Pferdesportveranstaltungen, Zuchtveranstaltungen und sonstigen Zusammenkünften mit Pferden empfohlen, geeignete Maßnahmen zur Minimierung eines Eintrags und einer Weiterverbreitung der Erkrankung zu treffen.

Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

Teilnahmebedingungen prüfen

  • Teilnahme möglichst nur mit klinisch gesunden Pferden zulassen
  • Überprüfung des Gesundheitsstatus vor Veranstaltungsbeginn (z. B. Temperaturkontrolle)

Impfschutz überprüfen

  • Teilnahme vorzugsweise nur mit Pferden mit aktuellem Influenza-Impfschutz gemäß geltenden Empfehlungen

Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen

  • Kontakt zwischen Pferden unterschiedlicher Herkunft möglichst reduzieren
  • getrennte Stallbereiche nach Herkunftsbeständen vorsehen (wenn möglich)
  • gemeinsam genutzte Ausrüstung vermeiden
  • Hygienemaßnahmen für Personal und Teilnehmer:innen bereitstellen

Umgang mit Verdachtsfällen

  • bei Auftreten von Fieber, Husten oder Nasenausfluss während der Veranstaltung betroffene Tiere sofort isolieren
  • tierärztliche Abklärung veranlassen
  • betroffene Tiere nicht weitertransportieren (ausgenommen Tierklinik)

Risikobewertung durchführen

  • bei erhöhter regionaler Infektionsaktivität sollte eine Verschiebung oder Absage von Veranstaltungen geprüft werden

Letzte Aktualisierung: 21.04.2026