Afrikanische Schweinepest

African Swine Fever (ASF), Afrikanische Schweinepest (ASP). Betrifft Schweine.

Allgemeine Informationen zu ASP

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest  (ASP) ist ein Virus der Familie Asfarviridae. Die Inkubationszeit beträgt 3-15 Tage. Nach Eindringen des Erregers in den Wirt kommt es zuerst zu einer Virämie mit Fieber. Die Tiere zeigen typische klinische Symptome, die abhängig von der Virulenz sind. 

Die Übertragung kann entweder direkt, durch Kontakt zwischen gesunden und erkrankten Schweinen, erfolgen. Oder indirekt, über infizierte Abfallprodukte (Futter, Wasser), durch Vektoren wie Zecken oder aber auch Fahrzeuge, Geräte oder Bekleidung erfolgen. 

Detaillierte Informationen der AGES zur Afrikanischen Schweinepest und seinen Krankheitsverlauf

Verbreitung

Die Afrikanische Schweinepest ist in Österreich noch nie aufgetreten.

2007 wurden ASP-Ausbrüche im Kaukasusgebiet – konkret in Georgien – gemeldet. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union beobachteten sorgenvoll den weiteren Verlauf, da diese hochansteckende Tierseuche bis vor wenigen Jahren auch in Westeuropa (Frankreich, Malta, Belgien, Niederlande, Italien, Spanien und Portugal) große Verluste verursacht hat und auf Sardinien auch heute noch endemisch anzutreffen ist.

Seit damals sind Georgien, Armenien, Aserbaidschan, die Ukraine, der Westen und Norden Russlands bis in die Region um St. Petersburg betroffen. Auch in südlicher Richtung hat sich die ASP bis in den Nordiran ausgebreitet.

 Die Einschleppung in nicht verseuchte Betriebe erfolgt meist durch

  • Zukauf von infizierten Schweinen in der Inkubationszeit 
  • illegale Verfütterung von Fleischabfällen 
  • direkten Kontakt mit Wildschweinen oder
  • den Personenverkehr

Empfohlene Maßnahmen

Die Seuche ist zwar für den Menschen ungefährlich, jedoch verursacht sie schwerste sozio-ökonomische Schäden. Auch gibt es keinen Impfstoff, um sich vor ASP zu schützen. Neben den gesetzlich festgelegten Sperrmaßnahmen, betreffend die Einfuhr von lebenden Schweinen und deren Produkte aus den Restriktionsgebieten, empfiehlt das Gesundheitsministerium zur Seuchenprävention die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen im Betrieb, insbesondere:

  • Einhaltung des Verbots der Trankfütterung
  • Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
  • Verhinderung des Kontakts von Hausschweinen zu Wildschweinen

Sollte ein Verdachtsfall vorliegen, verständigen Sie bitte so schnell als möglich die Amtstierärztin oder den Amtstierarzt.

Informationen zu ASP in Europa

Am 27. Jänner 2014 meldeten die litauischen Veterinärbehörden erstmals ASP-positive Befunde bei Wildschweinen in ihrem Hoheitsgebiet, in weiterer Folge wurden auch Fälle in Polen, Estland und Lettland verzeichnet. Seitdem wurden in diesen Ländern zahlreiche weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in den grenznahen Gebieten zu Russland und Weissrussland festgestellt.

Ausbrüche werden nach wie vor sowohl in der Wildschweinepopulation, als auch in Hausschweinebeständen verzeichnet, die sich dramatisch auf die dort ansässige Landwirtschaft auswirken. Um die Ausbruchsorte in Litauen, Polen und Lettland wurden großflächige Restriktionszonen eingerichtet, auch Teile Estlands sind von diesen Zonen betroffen. Innerhalb der Zonen setzen die Veterinärbehörden umfassende Maßnahmen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Gebiete bestmöglich zu verhindern.

Informationen der EU zur ASP-Situation

(8.4.2015)

Weitere Informationen

Krisenplan zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (Login erforderlich) 
ASFORCE-Folder zu ASP
Informationen der AGES zu Afrikanischer Schweinepest 
World Organisation for Animal Health OIE